Verdächtige Polizisten
Frankfurt - Wegen möglicher Verbindungen zur Rockergruppe Hells Angels ermitteln hessische Staatsanwälte gegen fünf Polizisten. Ein 50-Jähriger leitender Fahnder des Landeskriminalamts in Wiesbaden steht 'im dringenden Verdacht, Informationen aus polizeilichen Systemen gegen Entgelt' an die Rocker verkauft zu haben, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Drei Frankfurter Polizisten sollen ebenfalls Dienstgeheimnisse weitergegeben haben, eine Beamtin soll überdies noch geringe Mengen Drogen an einen Kollegen verkauft haben. Alle fünf Beamten sind vorläufig suspendiert, Wohnungen der Beschuldigten wurden am Freitag durchsucht - zeitgleich zu einer Razzia bei Hells-Angels-Mitgliedern, denen umfangreicher Drogenhandel vorgeworfen wird. Vor Monaten hatten die Behörden Hinweise erhalten, dass die Rockerbande in Hessen gezielt Kontakte zu Polizisten aufgebaut habe, um sie 'für ihre Zwecke zu nutzen'.