Münchener Tankwart verschwunden Das rätselhafte Verschwinden von Peter Moosheimer
Peter Moosheimer - Entführt, überfallen oder einfach nur untergetaucht? Die Polizei geht im Fall des verschwundenen Tankstellenpächters inzwischen von Selbstinszenierung wegen finanziellen Gründen aus.
Der seit Montag vermisste 48- jährigen Peter Moosheimer ist aller Wahrscheinlichkeit untergetaucht. Nach Einschätzung von Polizeisprecher Christoph Reichenbach verdichten sich die Hinweise, dass finanzielle Probleme als Motiv für das selbstinszenierte Verschwinden herhalten. Am Montag war Moosheimer beim Einzahlen der Tankstellen-Einnahmen von einem Moment auf den anderen verschwunden. Es fehlt weiterhin jede Spur.
"Obwohl eine Entführung oder ein Gewaltdelikt derzeit nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, spricht nach derzeitigem Ermittlungsstand vieles dafür, dass sich der Vermisste abgesetzt hat. Ein mögliches Motiv dürften finanzielle Schwierigkeiten sein.", erklärte Polizeisprecher Reichenbach. Ermittelt werde weiterhin in alle Richtungen.
Moosheimer war am Montag vor der HypoVereinsbank am Herkomerplatz in München-Bogenhausen beim Einzahlen der Tageseinnahmen spurlos verschwunden. Ein Mitarbeiter der Aral-Tankstelle in der Richard-Strauss-Straße hatte den Porsche von Moosheimer offen vor der Bank aufgefunden. Er informierte die Polizei, die eine Fahndung auslöste. Ausserdem wurde Blut an dem weissen Wagen gefunden,dass nach einer DNA-Untersuchung zweifelsfrei dem Vermissten zugeordnet werden konnte. Die Behörden befürchteten einen Raubüberfall, auch eine Entführung wurde in Betracht gezogen.
Aber wahrscheinlich war das alles eine Inszenierung des Tankstellenpächters. Das Geschäft der Tankstelle am Mittleren Ring ging wohl nach der Eröffnung des Richard-Strauß-Tunnels erheblich zurück. Die Polizei beleuchtet auch die finanzielle Situation des Unternehmers.