Lage in Libyen gerät zunehmend außer Kontrolle
TRIPOLIS: In Libyen versucht der seit mehr als 40 Jahren regierende Diktator Muammar el Gaddafi offenbar mit aller Gewalt seine Macht zu sichern. Der arabische Sender Al-Dschasira berichtet von bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der Stadt Bengasi. Immer wieder würden Demonstranten von Scharfschützen vorsätzlich beschossen. Ungeachtet des harten Vorgehens der Regierung sollen sich in Bengasi wieder Tausende Menschen zu neuen Protesten gegen das Gaddafi-Regime versammelt haben. Augenzeugen berichteten per Telefon und über Handy-Video, dass sich die Stadt in eine Kriegszone verwandelt habe. Ähnliches wird aus Misurata gemeldet, der drittgrößten Stadt Libyens. Unabhängige Informationen über die Vorgänge in dem abgeschotteten Land sind kaum zu beschaffen. Nach Angaben von Regierungskritikern wurden binnen zwei Tagen mehr als 200 Menschen getötet. Auch aus anderen arabischen Ländern werden wieder Demonstrationen gemeldet. Erstmals gab es Protestaktionen in Marokko.